Lehrgeld 1
Ein Verleger namens Prell
oder:
Wie eine gute Fee in der Gestalt
eines etwas dämlichen Schriftstellers
den Inhaber des Oder-Verlages
mit einem tollen Geschäft beglückte.
Berichtet von dem Schriftensteller selbst.
Ein Verleger namens Prell
kauft eines Mannes Schriftgestell
vermöge der Finanzeskraft,
die jener Mann ihm selber schafft.
Flugs ist ein Vertrag gemacht.
der Schriftensteller gibt nicht acht,
und eins-zwei-drei, die Hand gedreht,
das folgende Geschäft entsteht:
Der Schreiberling kriegt Honorar,
vom Geld, das einmal seines war;
und um den Rest noch reinzukriegen
Bücher zum Gebälk verbiegen.
Da hat der Meister Prell gelacht -
hat selten solch Geschäft gemacht!
Nun kann er sich gemütlich tummeln,
am Manuskript 12 Wochen fummeln,
Noch einmal 12 beim Korrigieren,
dann ist's genug mit kujonieren:
dann kann der Schriftensteller laufen,
800 Bücher zu verkaufen!
Und um ihn noch mal auszumisten,
gibt Meister Prell zu den Grossisten,
so schnell es geht sein Deputat -
wer kann, der kann, wer hat, der hat.
(Konstruiert am 10. November 2006
zwischen 5:47 Uhr und 6:25 Uhr
bei einer halben Vollmilch Haselnuß
und ¼ Liter Oettinger Alkoholfrei.)
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